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Fotos von NutzernEinklappen

Hyloxalus azureiventris
© 2015
Thorsten Mahne
(
96
)


H. azureiventris
© 2011
Roland Geiger
(
236
)

NomenklaturEinklappen
wissenschaftl. Name: Hyloxalus azureiventris (KNELLER & HENLE, 1985)

Etymologie:
Das azureiventris entstammt den lateinischen Wörtern "azzurum" (= tiefblau) und "venter" (= Bauch). Es bezieht sich auf die blaue Fleckung bzw. Marmorierung der Körperunterseite (Kehle, Gliedmaßen und Bauch).


Synonyme:
Hyloxalus azureiventris (GRANT, FROST, CALDWELL, GAGLIARDO, HADDAD, KOK, MEANS, NOONAN, SCHARGEL & WHEELER, 2006)
Ameerega azureiventris (FROST ET AL., 2006)
Cryptophyllobates azureiventris (LÖTTERS, JUNGFER & WIDMER, 2000)
Phyllobates (Pseudendrobates) azureiventris (BAUER, 1988)
Epipedobates azureiventris (MYERS, 1987)
Dendrobates azureiventris (MYERS & BURROWES, 1987)
Phyllobates azureiventris (KNELLER & HENLE, 1985)

englischer Name: Sky-Blue Poison Frog
deutscher Name: Blaubauch-Blattsteiger
SystematikEinklappen
Klassifizierung:
Amphibia->Anura->Dendrobatoidea->Dendrobatidae->Hyloxalinae->Hyloxalus->Hyloxalus azureiventris (KNELLER & HENLE, 1985)

BedrohungsstatusEinklappen
In der Roten Liste als bedroht (EN = Endagered) eingestuft. Die Einteilung erfolgte aufgrund des kleinräumigen Verbreitungsgebietes von weniger als 5000 km2. Die Art ist von weniger als 5 Fundorten (Populationen) bekannt und kommt nicht in Schutzgebieten vor. Die Habitate entlang der Straße von Tarapoto nach Yurimaguas schrumpfen durch Brandrodung und Holzeinschlag immer stärker (IUCN, 2006). Der Populationstrend wird als abnehmend bewertet. Die Angaben gelten nicht als gesichert, da die Art im Freiland äußerst versteckt lebt und deshalb nur selten beobachtet werden kann (BROWN & TWOMEY, 2007). Sie ist jedoch vermutlich kein Kulturfolger und dürfte durch den Habitatsverlust nicht unerheblich bedroht sein.

Durch die taxonomischen Umbenennungen ist die Art (trotz des Bedrohungsstatus) zur Zeit weder als Hyloxalus azureiventris, noch als Cryptophyllobates azureiventris in der CITES (2006) gelistet. Als Epipedobates azureiventris war die Art jedoch unter CITES gelistet und wurde auch einige Male gehandelt. Im Rahmen des INIBICO-Projekt von R. Schulte wurden zuletzt 2005 legal Tiere aus Peru ausgeführt.

Anhang II des WA (CITES). Anhang B der EUArtschVO. Meldepflichtig nach BArtSchVO.
(als Epipedobates azureiventris)

BeschreibungEinklappen
Größe
Mittelgroße Pfeilgiftfroschart mit einer von 25-28 mm.


© 2008 Thorsten Mahn
Körpermerkmale:
Schwarze Grundfarbe, gelbe laterale Streifen, die über die Augen zur Schnauzenspitze verlaufen, und sich dort verbinden. Die Beine sind auch schwarz mit grünen Muster


Abb.: Dorsal- und Ventralansicht von Hyloxalus azureiventris
© 2008
Thomas Ostrowski
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Dorsal- und Ventralbild vergleichen:



Gelege und LarvenEinklappen
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Grafik © TOR LINBO

Verhalten (Ethologie)Einklappen
Brutpflegeverhalten:

Abb.:Hyloxalus azureiventris
♂ beim Transport der Larven.
© 2008 Thomas Ostrowski













Lautäußerung (Vokalisation):
40 Sekunden lang

LebensraumEinklappen

Verbreitung:

San Martín, Peru, 700m Höhe



Abb.: Verbreitungsgebiet Hyloxalus azureiventris
© 2008
Thorsten Mahn
(
682
)
Daten von OpenStreetMap - Veröffentlicht unter CC-BY-SA 2.0



Haltung im TerrariumEinklappen
Terrarium/Einrichtung:
Regenwald-Terrarium ab 50x50x50cm
automatische Beregnung und Nebelanlage empfehlenswert
Wasserteil für die Quappenaufzucht nötig
Bodenbewohner


Temperaturen:
Tags 24-26 °C, nachts um 3-4 °C absenken
Jahresschwankung: im Winter trockener halten


Luftfeuchte:
Die Luftfeuchte sollte Werte von 70-80% nicht dauerhaft unterschreiten. Mittags Absenkung auf 70%, morgens und abends 100% durch Nebel oder Beregnung.


Ernährung:
Übliche kleine und mittlere Futtertiere wie , , bzw. Heimchen bis zu 5 mm Größe (Sprungbeine entfernen), n, , und gesiebtes . Für Jungtiere sind in den ersten zwei Wochen Springschwänze unabdingbar. Nur Jungfrösche die aus sehr großen Larven metamorphisiert sind, können manchmal auch schon sofort die Kleine Obstfliege bewältigen. Für sollten Futtertiere wie Grillen und Obstfliegen regelmäßig 1-2 mal die Woche mit einem guten Vitaminpräparat eingestäubt werden (z.B. Amivit A nach der orginal BIRKHAHN-Rezeptur). Futtertiere für Jungtiere sollten die ersten 4 Wochen täglich bestäubt werden. Angebrochene Vitaminpräparate im Kühlschrank aufbewahren. Obstfliegen lassen sich vor dem Verfüttern gut mit flüssigen Vitaminpräparaten (z.B. Sanostol, Multibionta) anfüttern und so ernährungsphysiologisch aufwerten. Auch junge Grillen lassen sich durch Zufüttern von Grünfutter (Wiesenkräuter) gut mit Nährstoffen und Vitaminen anreichern. Bestäubte Futtertiere sollten im Terrarium auf auswechselbaren Schalen angeboten werden. Zurückbleibende Vitaminpulverreste können so keinen Bakterienherd auf dem Terrariumboden bilden. In kleinen Schalen im Terrarium ausgelegte Obststücke (z.B. Bananenscheiben) sind gute Lockstellen für Obstfliegen und werden von den Fröschen bald als Futterplätze akzeptiert. Für eine ausreichende Vitaminversorgung der Futtertiere durch diese Lockstellen dürfte die Verweildauer der Futtertiere jedoch zu gering sein, so dass dennoch zusätzlich vitaminisiert werden sollte. Angebotene Futterschalen sollten aus hygienischen Gründen alle 2-3 Tage gereinigt werden. Springschwänze lassen sich gut auf ausgelegten Xaxim-Stückchen konzentrieren, indem man diese mit kleinen! Mengen Trockenhefe bestreut. Auch hier lernen die Frösche schnell die Bedeutung des Futterplatzes.


Besatz:
Gruppenhaltung nur mit Jungtieren möglich. Adulte Tiere zeigen untereinander eine hohe Agressivität. Weibchen und Männchen reagieren auf gleichgeschlechtliche Partner mit Anspringen und Klammern. Für eine erfolgreiche Zucht sollten die Tiere deshalb nur paarweise gehalten werden.


Tipps zur Zucht:
Eiablage auf Bromelienblättern und unter Kokosnussschalen
Legt 10-17 Eier
Entwicklungsdauer Eier: 12 Tage, Männchen bewacht das Gelege
Entwicklungsdauer der Quappen: 6 Wochen
Einzelhaltung der Quappen nicht nötig

Aufzucht der Jungtiere in Gruppen, Jungtiere 1cm Groß

Varianten in Terrarienhaltung:
Holotyp
Daten errechnet aus von Nutzern gemeldeten Fröschen (Home->Meine Frösche) und den aktuellen Inseraten.
stand 16.03.2017 15:35 Uhr
ReferenzenEinklappen
CITES (2005): Convention on International Trade of Endangered Species of Wild Fauna and Flora.
XXOnlineversion: 11.08.05. Electronic Database accessible at http://www.cites.org/index.html
FROST, D.R. (2007): Amphibian Species of the World: an Online Reference. Version 5.0 (1.02.2007).
XXElectronic Database accessible at http://research.amnh.org/herpetology/amphibia/index.php
XX Am.Mus.Nat.Hist. New York, USA.
GRANT, T . , FROST, D. R. , CALDWELL, J. P. , GAGLIARDO, R. , HADDAD, C. F. B. , KOK, P. J. R. ,
XXMEANS, D.B. , NOONAN, B. P. , SCHARGEL, W. E. & W.C. WHEELER (2006): Phylogenetic
XXsystematics of dart-poison frogs and their relatives (Amphibia, Athesphatanura, Dendrobatidae).
XX - Bulletin of the Am.Mus.Nat.Hist. 299. (PDF)
IUCN, Conservation International, and NatureServe. (2009): Global Amphibian Assessment.
XXwww.globalamphibians.org. Downloaded on 15 October 2004.
KNELLER, M. & K. HENLE (1985): Ein neuer Blattsteigerfrosch (Salientia: Dendrobatidae: Phyllobates)
XXaus Peru. – Salamandra 21 (1): 62-69.
LÖTTERS, S., JUNGFER, K.-H. & A. WIDMER (2000): A new genus of aposematic poison frog (Amphibia:
XXAnura: Dendrobatidae) from the upper Amazon Basin with notes on its reproductive behaviour and
XXtadpole morphology. - Jahresheft Ges.Naturkd. Württemberg. 156: 233-243.
SCHULTE, R. (1999): Pfeilgiftfrösche - Artenteil Peru. - Nikola Verlag, Stuttgart.
Zitierung:Einklappen
OSTROWSKI, T. & T. MAHN (2017): Artbeschreibung Hyloxalus azureiventris.
- Dendrobase.de - Eine Online-Datenbank der Familie Dendrobatidae (Anura).
http://www.dendrobase.de/html/D_hyloxalus_azureiventris.html; Stand: März 2017
Link für Website Betreiber:Einklappen
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FotosEinklappen

Hyloxalus azureiventris
© 2009
Remco Stuster
(
23
)



Hyloxalus azureiventris
© 2009
Remco Stuster
(
23
)



Hyloxalus azureiventris
©
Thomas Ostrowski
(
0
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Hyloxalus azureiventris
©
Thomas Ostrowski
(
0
)



Hyloxalus azureiventris
© 2007
Thomas Ostrowski
(
0
)



Hyloxalus azureiventris
Blaue Morphe von normalfarbigen Eltern.
© 2010 Frank Steinmann



Hyloxalus azureiventris
Blaue Morphe von normalfarbigen Eltern.
© 2010 Frank Steinmann



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